Seniorenfreizeit 2015

„Vergebung und Versöhnung“ - Unter diesen zwei eng zusammenhängenden Begriffen trafen sich vom 20. bis zum 25. September knapp 50 Senioren in Siegwinden zur diesjährigen Seniorenfreizeit. 

 

Die Verkündigung hatte David Boschmann aus Fulda übernommen. Er führte uns anhand der Bibel auf den Weg durch unser eigenes Leben. Je weiter wir im Lebensalter  voranschreiten, desto dringlicher wird eine genaue Durchsicht unserer persönlichen Beziehungen. Maßstab ist das Wort Gottes. Im Vaterunser wird uns sehr eindringlich vor Augen gestellt, wie unsere Vergebungsbereitschaft mit der von Gott gewährten Vergebung zusammen gehört (Mt 6,12).

 Viele Menschen leiden unter unvergebener eigener Schuld und der hartnäckigen Unversöhnlichkeit mit unseren Mitmenschen. Jetzt ist die Zeit der Korrektur, „Heute, wenn ihr meine Worte hört“, sagt Jesus. 

 

Vergebung und Versöhnung schaffen neue Freiheit im Umgang miteinander und lassen uns schon in dieser Welt ein Stück teilhaben an der Freude der Kinder Gottes. Auch ein inniges Gedicht hat uns in dieser lehrreichen Zeit begleitet:

In der Vergebung liegt die Kraft 

Ich trag am Unrecht schwer, o Herr, das man mir aufgeladen.
Die Bürde drückt mich gar so sehr, ich kann sie oft nicht tragen.
Du weißt ich wollt das Rechte tun, wollt deine Wege gehen.
Doch böse sprang man mit mir um. Ich kann das nicht verstehen.

Oft mein ich, ich sei drüber weg, dann überfällt michs wieder.
Ich finde keinen Weg noch Steg und alles wirft mich nieder.
„Mein liebes Kind, ich seh den Schmerz,
kenn deinen Kampf dein Ringen.
Ich weiß um dein getroffnes Herz, nichts will dir recht gelingen.

Schau zu mir auf, wie ich dir tat: hab ich dir nicht vergeben?
Gab ich dir nicht den guten Rat, fortan im Geist zu leben?

Vergib auch dem, der dir so viel, an Not und Schmerz bereitet.
Dann wird die wunde Seele still und bald zur Ruh geleitet.

In der Vergebung liegt die Kraft, das Böse zu besiegen.
Sie ist es, die das Neue schafft, in Liebe und im Frieden.

 

(Autor unbekannt)

Zum Ausgleich für die segensreiche geistliche Kost begaben wir uns nach dem nachmittäglichen Kaffe trinken auf kleinere Wanderungen rund um unser großes Gelände und wir bestaunten auch einen „Früchteteppich“ in Sargenzell, bei dem die „Steinigung des Stephanus“, ein Gemälde von Rubens, mit einer unendlichen Vielzahl von unterschiedlichen Samen dargestellt war. Natürlich war auch das Essen ein Gaumenschmaus, wo auch Borschtsch nicht fehlen durfte.  Wir danken unserem Herrn für diese segensreichen Tage unter Seinem Wort. 

 

Bernd Hönicke