Es ist unheimlich herausfordernd mit einem 5 jährigen Kind kurz vor Weihnachten nur mal durch den Supermarkt zu laufen: gut platzierte Waren, die Kinderaugen leuchten lassen. “Das will ich, das auch, und das hier…!” Bei einem bestimmten Spielzeug bleibt er stehen. “Das will ich haben!” “Du kannst es Dir ja wünschen,” antworte ich ihm. “Mama, was ist wünschen?”, fragt er, obgleich er mich bereits durchschaute. “Wünschen kann man sich alles, man weiß aber nicht, ob man es auch bekommt.”
Dann wünsche ich es mir nicht!”, sagt er bestimmt, “ich will es wirklich haben!”

Dieser Satz bleibt mir hängen und wie so oft spiegelt meine Beziehung zu meinen Kindern auch meine Kind-Vater-Beziehung zu Gott wider. 

“Ich will es wirklich haben!”... 

Wie bete ich? Was bete ich? Was davon wird erhört? Was bleibt unerhört?

In dem ich mir diese Fragen durch den Kopf gehen lasse, steht die Jahreslosung klar und deutlich vor mir: Ich glaube! Hilf meinem Unglauben!

Wusstest Du, dass Du Gott alles erzählen kannst? Wusstest Du, dass Du IHN um alles bitten kannst? Wusstest Du, dass ER ein Ohr für Dich hat? Dass IHM kein Satz von Dir zu klein, zu groß, zu gering, zu kühn, zu unnütz oder zu wertlos ist? 

Gehört wird jedes Wort, dass Du an Deinen Vater im Himmel richtest. 

Bei manchen “Wünschen”, die wir an Gott richten, könnte man so seine Probleme haben. “Das ist ja unerhört!” - “Das ist menschlich völlig unmöglich” - “Da bist Du schon selber für verantwortlich” - “Und wie stellst Du Dir das vor, dass Gott das tut?” etc.

Ist Gott nicht der gleiche Gott, der das rote Meer teilte? 
Ist Gott nicht der gleiche Gott, der den Blinden sehend, den Lahmen gehend machte? 
Ist Gott nicht der gleiche Gott, der den Sturm stillte?


“Ja, ABER…”, höre ich die Menschen sagen. Nein! Nicht ABER. PUNKT! Das ABER ist mein Unglaube. Gott ist der gleiche Gott! 

Es kommt darauf an, ob ich meinem Gott zutrauen kann, Wunder zu tun! Wieder will ich an die Jahreslosung denken: Ich glaube, hilf meinem Unglauben! Das vollkommene Zutrauen in die Allmacht Gottes, das Vertrauen, dass er mich hört. 

Wenn ich meinem kleinen Sohn nicht alle Wünsche erfülle, dann liebe ich ihn nicht weniger. Im Gegenteil! Ich achte sehr darauf, was er gerade braucht. Ist sein Wunsch altersgerecht? Müsste er eventuell noch etwas reifer, älter werden, um mit den gewünschten Dingen auch umzugehen? Hilft oder schadet ihm sein Wunsch? Ich kenne mein Kind. Besser, als jeder andere. Und ich liebe mein Kind. Und obgleich ich ihn am liebsten über beide Ohren verwöhnen wollen würde, täte es ihm wohl langfristig nicht gut. “Nein” zu sagen, ist auch ein Liebesbeweis (er weiß das nur noch nicht). 

Aber Gott sagt auch “Ja” - das habe ich so oft erfahren! Und er freut sich so sehr mit, wenn ich mich freue und von Herzen “DANKE” jubeln kann. 

Ich möchte C.H.Spurgeon zitieren:

Heute möchte ich Dir (und auch mir) 3 wichtige Dinge mit auf den Weg geben:

Sei kühn und ehrlich im Gebet!

Sei gewiss: ER HÖRT!

Traue es Deinem Gott zu!

Bleib gesegnet - auch im neuen Jahr -

Deine Tabea

 

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