Liebe Brückenfreunde,

es liegt mir sehr am Herzen, euch von meinem „wunder“baren Erleben mit Gott in den vergangenen Wochen zu berichten und wie er mich in dieser ganzen Zeit auf seinen Händen getragen hat.

Seit einiger Zeit hatte ich mit massiven gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Und erst eine MRT-Aufnahme brachte Licht ins Dunkel: Ein großer Hirntumor befand sich hinter meinem rechten Auge. Es stand zwar schon fest, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach nicht bösartig war, da er keine Verbindung zum Gehirn aufgenommen hatte. Doch man wusste noch nicht, inwieweit die Lage es zuließ, ihn zu operieren, und raus musste er. Es blieb nicht viel Zeit, damit zurechtzukommen. Doch die Zeit, sich einfach in die Hände Gottes zu legen, war da, nur ein Gebet weit entfernt. 

Nach dieser erschütternden Diagnose ging alles sehr schnell. Fünf Tage später wurde ich schon operiert. Der Tumor konnte vollständig entfernt werden. Inzwischen wurde nach mehreren Untersuchungen auch festgestellt, dass es keine Metastasen gibt und keine Bestrahlungen notwendig sind! 

Ist es nicht ein Grund, Gott ein wohlgefälliges Dankopfer zu bringen?  Denn Gott hatte mich auf diese Situation schon vorbereitet, bevor ich wusste, was auf mich zukam und mich darauf einstellen konnte.  In den Tagen davor las ich eine Andacht, in der es um die bekannten Bibelstellen aus Psalm 50 ging: „Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde, und rufe mich an in der Not, ich will dich erretten und du sollst mich preisen.“ Und am Schluss: „Wer Dank opfert, der preiset mich und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.“  

So durfte ich mich in den letzten Wochen in Gottes Hände legen und immer wieder an seiner Verheißung festhalten: Rufe mich an in der Not! – Das hat gereicht und das hat gehalten! ER hat mich ruhig gemacht, ich habe im Krankenhaus jeden Tag viele Dinge gesucht und gefunden, für die ich dankbar sein konnte, und habe dadurch so viel Trost empfangen und die Gewissheit bekommen, dass Gott mich entweder heilen oder zu sich nehmen würde. Viele haben für mich gebetet und so wusste ich mich von lieben Geschwistern getragen.

Auch meine Familie stand mir echt treu bei – durch sie wurde ich aufgerichtet und gesegnet. Einer unserer Söhne (sie leben etwas weiter weg) wollte mich davor noch sehen. Weil der OP- Termin so kurzfristig angesetzt wurde, machte er sich noch am Tag davor auf den Weg, kam aber wegen Sturmwarnungen lange nicht weiter. Irgendwann nach Mitternacht landete er doch noch durchgefroren und müde zu Hause. Um kurz nach sechs Uhr morgens stand er dann mit meinem Mann an meinem Bett und verabschiedete sich mit einem letzten „Mama, ich hab dich lieb!“  Ich habe Angst und Sorge in seinen Augen gesehen. - Was war ich doch für eine egoistische Mutter, die ihrem Kind nicht vermittelt hat, dass sie sicher in Jesus ist! Ich musste Buße tun – das war das Erste, was ich nach meiner Narkose tat.  

Am frühen Morgen darauf saß dann mein Sohn schon wieder im Zug, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen und schrieb: „Papa, wie geht es Mama jetzt? Ich bete heftig für sie…“ - Das war für mich eine echte Belohnung und Trost: Er hat gelernt, wo er sich hinwenden, und wie er es machen kann (habe das eigentlich ja schon gewusst, aber eine Bestätigung war in der Situation köstlich für mich).  Ich darf wissen, dass er in allen Situationen seines Lebens den rechten Weg zum Herzen Gottes findet, trotz aller meiner Versäumnisse. Was für eine Gnade! Wir wurden alle näher zur Gemeinschaft mit Jesus gebracht. – So behält uns Gott in seiner Gegenwart, auch wenn es für uns manchmal recht schmerzlich ist. Und es ist ein nächstes Dankopfer wert.

In den ersten Tagen im Krankenhaus kamen einige Ärzte zusammen, um eine Patientin zu sehen, bei der durch ein Wunder „zufällig“ ein großer, jahrelang gewachsener Tumor festgestellt wurde. Ist aber das zweite Wunder nicht viel größer, dass mein Herr es in Ordnung gebracht hat? Dass ich und wir seine Gegenwart, Nähe und Durchhilfe erfahren haben?  „.. dass ich ihm zeige das Heil Gottes!“

Es geht doch immer wieder um unsere Hingabe. Mich begleitet schon jahrelang ein altes Gedicht von Dora Rappard, in dem es heißt, dass Gott uns dreimal im Leben mit der Frage begegnet: „Hast du mich lieb?“  Zuerst wenn wir Kinder oder Jugendliche sind, das Leben voller froher Zuversicht vor uns liegt, wir uns für IHN entscheiden und in unserer ersten Liebe bereit sind, sich in Seinen Dienst zu stellen, da fällt es uns leicht zu sagen: „Herr, ich hab Dich lieb!“ Das hatte ich in meiner Jugend, vor etwa 47 Jahren auch getan.  Dann kommen die Reifejahre, in denen wir Gottes Segen, Fürsorge und Hilfe erfahren, da fällt es uns auch nicht so schwer zu sagen: „Herr, ich hab Dich lieb!“ Doch der Herr kommt gewiss einmal auch in Leid und Tod. Ob wir dann bereit sind zu sagen: „O Herr, mein Gott, Du kennest alle Dinge: Ich hab Dich lieb!“ - Möge Gott es mir und uns allen schenken, das wünsche ich von Herzen, 

Eure Ira Martens

 

Halleluja, tönt’s in meinem Herzen!

Halleluja, schallt’s bei Tag und Nacht!

Halleluja, klingt’s durch Freud und Schmerzen,

Halleluja, Jesus hat's vollbracht.

 

Refr.: 

Ewig klingt im Herzen mir

das Halleluja für und für,

durch Jesu Blut ward mir zuteil,

Halleluja, das volle Heil.

 

Halleluja, Licht ist nun mein Leben.

Halleluja, Herr, du kamst zu mir.

Halleluja, alles wirst du geben,

Halleluja, nimm mein Herz dafür.

 

Halleluja, Herr, du heilst die Wunden,

Halleluja, du hilfst stark und treu.

Halleluja, Herr, du lässt gesunden,

Halleluja, Freude schenkst du neu.

 

Halleluja, sicher darf ich schreiten!

Halleluja, froh durchs Erdenland!

Halleluja, du wirst mich begleiten,

Halleluja, du hältst meine Hand.

 

 

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